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Lebendgebärende Fische gehören seit Generationen zu den beliebtesten Aquarienfischen. Guppys, Platys, Schwertträger und Mollys sind vielen Aquarianern vor allem in ihren zahlreichen Zuchtformen bekannt. Daneben gibt es jedoch eine beeindruckende Vielfalt an Wildformen – mehr als 270 Arten und einige Unterarten.
Zur Gruppe der lebendgebärenden Fische zählen Vertreter verschiedener Familien und Unterfamilien. Ihr natürliches Verbreitungsgebiet reicht von Nordamerika über die Karibik bis nach Südamerika.
Die DGLZ beschäftigt sich mit dieser Vielfalt in ihrer ganzen Breite – von der Erhaltung der Wildformen über die Pflege und Weiterentwicklung von Zuchtformen bis hin zu Guppys und unseren Arten-Steckbriefen.
Was sind lebendgebärende Fische?
Lebendgebärende Zahnkarpfen gehören zu den bekanntesten Aquarienfischen überhaupt. Vielen Aquarianern begegnen vor allem die zahlreichen Zuchtformen von Guppy, Platy, Schwertträger und Molly. Daneben gibt es jedoch eine große Vielfalt an Wildformen mit mehr als 270 Arten und einigen Unterarten.
Zu den lebendgebärenden Fischen zählen Angehörige verschiedener Familien und Unterfamilien: die Lebendgebärenden Zahnkarpfen (Poeciliidae), Hochlandkärpflinge (Goodeinae), Vieraugenfische (Anablepidae) und Halbschnäbler (Zenarchopteridae). Ihr natürliches Verbreitungsgebiet reicht von Nordamerika über die Karibik bis nach Südamerika. Einige Arten sind inzwischen auch in anderen tropischen und subtropischen Regionen anzutreffen, in die sie eingebracht wurden.
Die Fortpflanzung ist eine ihrer besonderen biologischen Eigenschaften. Die Eier werden im Körper des Weibchens befruchtet. Die Jungfische entwickeln sich dort in unterschiedlicher Weise weiter und kommen bereits vergleichsweise weit entwickelt zur Welt. Bei Goodeiden schlüpfen die Jungen sogar im Mutterleib; bei einigen Arten werden sie dort durch besondere Anpassungen zusätzlich versorgt.
Kennzeichnend für die männlichen Lebendgebärenden Zahnkarpfen ist das Gonopodium, eine zum Begattungsorgan umgebildete Afterflosse. Nach der Geburt suchen die Jungfische meist rasch Schutz zwischen Pflanzen und anderen Versteckmöglichkeiten.
Wildformen
Wildformen zeigen lebendgebärende Fische so, wie sie in der Natur vorkommen. Bei ihrer Haltung und Zucht steht deshalb die Erhaltung des natürlichen Erscheinungsbildes im Mittelpunkt.
Für die DGLZ haben Wildformen eine besondere Bedeutung: Durch verantwortungsvolle Nachzucht können Populationen erhalten und langfristig in der Aquaristik gepflegt werden. Viele Arten werden heute von engagierten DGLZ-Züchterinnen und -Züchtern gehalten und weitergegeben.
Im Zoofachhandel sind Wildformen dagegen vergleichsweise selten anzutreffen. Umso wichtiger sind Erfahrungsaustausch, Dokumentation und die Zusammenarbeit interessierter Aquarianer.
Zuchtformen
Zuchtformen sind lebendgebärende Fische, die sich in Farbe, Flossen- oder Körperform von ihren Wildformen unterscheiden. Sie entstehen durch gezielte Zucht und kommen in dieser Form natürlicherweise nicht vor.
Für die DGLZ ist deshalb wichtig: Zuchtformen dürfen nicht in natürliche Gewässer ausgesetzt werden. Ziel engagierter Züchterinnen und Züchter ist es vielmehr, bestehende Formen unter Berücksichtigung genetischer Grundlagen zu erhalten, ihre Qualität zu sichern und neue Zuchtformen verantwortungsvoll weiterzuentwickeln.
Im Zoofachhandel begegnen uns überwiegend Zuchtformen. Guppy, Platy, Molly und Schwertträger gehören dort seit Jahrzehnten zu den bekanntesten und beliebtesten Aquarienfischen.
Guppys
Guppys (Poecilia reticulata) gehören zur Familie der Lebendgebärenden Zahnkarpfen (Poeciliidae) und zählen trotz ihrer geringen Körpergröße zu den weltweit beliebtesten Süßwasserzierfischen. Sie zeichnen sich durch ihre große Anpassungsfähigkeit sowie ihre lebhafte und friedliche Art aus und sind deshalb auch bei Einsteigern in die Aquaristik sehr beliebt.
Guppys sind tagaktiv und benötigen neben ausreichend freiem Schwimmraum auch eine angemessen dichte Bepflanzung. Sie bietet ihnen Rückzugsmöglichkeiten und trägt zu einer abwechslungsreich gestalteten Aquarienumgebung bei.
Als gesellige Gruppenfische sollten Guppys nicht einzeln gehalten werden. Eine Gruppe von mindestens fünf Artgenossen ermöglicht ihnen ein natürliches Sozialverhalten und sorgt zugleich für lebendige Aktivität im Aquarium.
